
Bevor die Vorschläge der EU-Kommission umgesetzt werden und die Brüsseler Behörde damit tatsächlich weitreichendere Befugnisse bekommt als bisher, müssen sich das Europaparlament und die EU-Staaten noch mit den Ideen auseinandersetzen. Sie können dabei auch Änderungsvorschläge machen.
EU-Agentur für Cybersicherheit soll bei Abwehr helfen
Die EU-Kommission will zudem die EU-Cybersicherheitsagentur ENISA mit mehr Befugnissen aufrüsten – und ihr damit auch mehr Aufgaben zu geben. So soll die Agentur mit Sitz in Griechenland etwa gemeinsam mit den nationalen Behörden sogenannte Ransomware-Attacken abwehren. Ransomware ist Schadsoftware, die Daten und Systeme verschlüsselt und erst gegen Zahlung eines Lösegelds wieder freigibt.
Wie folgenreich solche Cyberangriffe für die Menschen in Europa sein können, hatten zuletzt etwa die zahlreichen Ausfälle und Verspätungen an mehreren europäischen Flughäfen im September des vergangenen Jahres gezeigt. Nachdem ein IT-Dienstleister mit einer Schadsoftware angegriffen wurde, kam es an Flughäfen in Berlin, Brüssel, Dublin und London Heathrow tagelang zu Problemen bei der Passagier- und Gepäckabfertigung.
